HILDE – Hitzeschutz für Leben daheim bei Energiearmut
04.11.2026
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Energiearme und pflegebedürftige Menschen sind in ihren Wohnungen besonders von sommerlicher Überhitzung betroffen. HILDE entwickelt daher die Grundlagen für einen One-Stop-Shop-Service, der pflegebedürftigen Menschen sämtliche Schritte von der Identifikation geeigneter Sonnenschutzmaßnahmen bis zur Umsetzung abnimmt. Ziel ist nicht nur die Konzeption, sondern auch die Initiierung eines praxistauglichen Dienstleistungsangebots, das die Umsetzung von Sonnenschutzmaßnahmen in häuslichen Pflegesettings systematisch erleichtert und damit zur Anpassung an zunehmende sommerliche Hitzebelastungen, insbesondere in energiearmen Haushalten, beiträgt. |
Projektbeschreibung
Der Klimawandel führt zu einer Zunahme an Hitzetagen und längeren Hitzeperioden, die insbesondere für ältere und pflegebedürftige Menschen ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen. Der überwiegende Teil der pflegebedürftigen Menschen lebt dabei nicht in stationären Einrichtungen, sondern im eigenen Zuhause. Viele von ihnen verbringen den Großteil des Tages in ihren Wohnungen und sind dadurch den dort herrschenden thermischen Bedingungen und damit auch den sommerlichen Hitzewellen – unmittelbar ausgesetzt.
Trotz seines Potenzials wird außenliegender Sonnenschutz in Wohnumgebungen pflegebedürftiger Menschen bislang nur selten nachgerüstet. Dies liegt häufig weniger an technischen Fragestellungen als an den komplexen organisatorischen Rahmenbedingungen. Pflegebedürftige Menschen verfügen oft nicht über die gesundheitlichen, zeitlichen oder kognitiven Ressourcen, um entsprechende Maßnahmen selbst zu initiieren und umzusetzen. Auch ihre Angehörigen und mobile Pflegekräfte sind in der Regel nicht in der Lage, Aufgaben wie Bedarfsermittlung, Einholung erforderlicher Zustimmungen, Förderabwicklung, Beauftragung von Fachfirmen oder Baukoordination zusätzlich zu übernehmen.
Ziel des Projekts HILDE ist es, die fachlichen, organisatorischen und institutionellen Grundlagen für einen spezialisierten One-Stop-Shop zur Umsetzung baulicher Hitzeschutzmaßnahmen für pflegebedürftige Menschen im häuslichen Umfeld zu schaffen. Am Ende des Projekts liegen ein standardisiertes Kurz-Assessment zur Identifikation besonders von sommerlicher Energiearmut betroffener Haushalte mit Pflegebedürftigen Bewohner:innen sowie ein Konzept für einen One-Stop-Shop-Service zur Umsetzung von außenliegendem Sonnenschutz vor. Dadurch werden die Voraussetzungen geschaffen, pflegebedürftigen Menschen einen niederschwelligen Zugang zu einer wirksamen passiven Hitzeschutzmaßnahme zu ermöglichen.
Die Ergebnisse sollen gezielt so aufbereitet werden, dass sie an die laufenden Aktivitäten der kea sowie an die im Rahmen der Energieeffizienzrichtlinie vorgesehenen One-Stop-Shop-Strukturen anschlussfähig sind und beispielsweise in entsprechende Beratungs- und Unterstützungsangebote integriert werden können.
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