Vom ? zum Aha-Erlebnis
27.02.2026
|
In Österreich – besonders in Wien – sind viele armutsgefährdete Haushalte von Energiearmut betroffen und haben Schwierigkeiten, Energieabrechnungen zu verstehen oder passende Unterstützungsangebote zu finden. Das Projekt setzt hier mit einem kombinierten Ansatz aus Gruppenformaten, Einzelberatungen und informellen Gesprächen an. Zentrale Rolle spielen geschulte Multiplikator:innen aus den Communities, die mehrsprachig und kultursensibel Wissen vermitteln. So entsteht ein niederschwelliges, nachhaltiges Modell, das akute Unterstützung bietet und langfristig in den Nachbarschaften wirkt. |
Ausgangslage
In Österreich ist ein erheblicher Teil der Haushalte von Energiearmut betroffen, besonders armutsgefährdete Familien, Einelternhaushalte, alleinlebende Pensionist:innen und Menschen ohne österreichische Staatsbürgerschaft. In Wien ist die Situation besonders ausgeprägt. Sozialberatungen zeigen, dass viele Betroffene Energieabrechnungen nicht verstehen, kaum Zugang zu unabhängigen Informationen haben und bestehende Unterstützungsangebote oft nicht ausreichend erreichen.
Projektbeschreibung
Das Projekt kombiniert individuelle Beratung, kollektives Lernen und einen Multiplikatorinnen-Ansatz. 4–5 freiwillige Sprach- und Wissensvermittler:innen werden aufgebaut und begleiten drei Formate: offene Gruppentreffen („Rechnung bei Kaffee & Tee“) zum gemeinsamen Verständnis von Strom- und Heizkosten, individuelle Beratungen mit sprachlicher Unterstützung sowie informelle Gespräche im Grätzel zur niederschwelligen Sensibilisierung. Durch die mehrsprachige, kultursensible Ausrichtung und die systematische Einbindung von Personen aus den Communities entsteht ein integriertes, nachhaltiges Modell mit hohem Skalierungs- und Replikationspotenzial in ganz Österreich.